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Liebe
Freunde des GP Buchholz,
liebe
Radsportfreunde,
es
hat sich inzwischen herumgesprochen, die Nachricht ist nicht neu:
Die
am Himmelfahrtstag vorgesehene 21.
Austragung des GP Buchholz
findet
in diesem Jahr,
2009, nicht
statt !
Viele
Radsportfreunde vermuten den Grund für die diesjährige Pause im
Zusammen-hang mit
den derzeitigen
wirtschaftlichen Gegebenheiten in unserem
Land. Diese Tatsache ist
sicherlich nicht zu ignorieren und hat auch - in
untergeordnetem Maße
– unsere Entscheidung beeinflusst. Jedoch sind wir
auch noch heute der
Ansicht, der GP Buchholz 2009 wäre finanziell darstellbar gewesen!
Trotz des Rückzugs u.a. eines der bisherigen Hauptsponsoren mit
Hinweis auf die Dopingvorgänge um Stefan Schumacher und Bernhard Kohl.
Die
Gründe unserer Entscheidung, den diesjährigen GPB nicht auszutragen,
sind in sehr starkem Maße im
Motivationsbereich der Organisatoren zu suchen.
Mit der diesjährigen
Nichtaustragung des GP Buchholz
wollen
wir ein Zeichen senden, und zwar an
den
Bund Deutscher Radfahrer,
die
Medien und
an
die Radrennfahrer.
Der
GP Buchholz ist keine kommerzielle Veranstaltung, wir arbeiten nicht
gewinnorientiert,
die Organisatoren des gemeinnützigen Vereins
Blau-Weiss
Buchholz und Helfer arbeiten
überwiegend ehrenamtlich. Ein eventueller finanzieller Überschuss
der
Endabrechnung des GPB fließt in die Nachwuchsförderung unseres
Vereins.
Unser
Motiv ist es, den Radsport in unserer Region in seiner ganzen
Attraktivität zu
präsentieren und den
Radrennfahrern eine tolle Veranstaltung anbieten zu können –
und
zwar von der U11 hin bis zur Elite/Profis. Nach
Aussagen von Teilnehmern und Zuschauern ist uns
dies
auch in der Vergangenheit sehr gut gelungen.
Wir organisieren den GP
Buchholz aus ideellen Motiven, und diesen Idealismus
sollten uns weder der BDR noch einige Medien oder nicht lernfähige Sportler nehmen.
Wir müssen kein Radrennen ausrichten
………..
Uns
drängt sich der Eindruck auf, unser Dachverband, der BDR,
hat es versäumt,
„uns (und vielleicht auch andere Mitglieder) mit ins Boot zu
nehmen“.
Ich nenne hier nur einige Stichworte – eine ausführliche
Abhandlung dazu würde an dieser Stelle zu weit führen:
Genehmigungsgebühren
(BDR): Bei
Aufnahme des Rennens
in den BDR-Kalender
(Anmeldung im September des Vorjahres) geht
der Verein - ganz gleich ob
das Rennen stattfindet oder nicht - eine
Verpflichtung zur Zahlung von 547€
Gebühr
ein, obwohl zu diesem Zeitpunkt
die Budgets der Sponsoren in den wenigsten Fällen
erstellt sind
und demzufolge der Verein noch keine finanziellen Zusagen für das
Rennen bekommen hat. Gerade unter den heutigen
wirtschaftlichen Gegebenheiten
ist das keine faire Haltung des BDR den
Vereinen gegenüber.
Aus diesem Grund haben wir die bereits getätigte
Anmeldung des GP Buchholz fristgemäß zurückgezogen.
Gegenwert für
diese Gebühr: Fehlanzeige !
Der
Kauf einer Veranstalterlizenz (zu
beziehen beim BDR) in Höhe
von 111€ wird
seit einigen Jahren uns Ausrichtern zur Auflage gemacht;
wir wissen gar nicht, was
diese Lizenz, für die wir ebenfalls keinen
Gegenwert erhalten, überhaupt soll!
Rundstreckenrennen
werden in der Betrachtung von BDR/UCI kaum beachtet,
Ranglistenpunkte gibt es nicht dafür. Dabei spielt der individuelle
Charakter des
Rennens
(u.a.
Kurslänge, Schwierigkeitsgrad) überhaupt keine Rolle.
Allein diese
Einstellung ist spätestens seit dem Zeitpunkt der
Festlegung von
Rundstreckenrennen auf Kurslängen bis 11999m
diskussionsbedürftig. Andererseits
wird uns – bei international
ausgeschriebenen Rennen - die
Anwesenheit
von einem UCI-Kommissär
zusätzlich zum WA vorgegeben,
was weitere
Kosten für den Veranstalter eines „unbedeutenden“
internationalen Rennens
bedeutet!
Eine
positive Öffentlichkeitsarbeit im
Zusammenhang mit den leidlichen
Dopingvorkommnissen im Radsport seitens des
BDR ist in unserer Region nicht wahrnehmbar.
Öffentlichkeitsarbeit
ist unserer Ansicht
nach eine wesentliche Aufgabe
des Verbandes.
Auch in dieser Hinsicht stehen wir als Radsportverein
und Ausrichter eines Radrennens „allein im Wind“!
Nicht
übersehen können wir das derzeitige gesunkene Interesse von Kindern am
Radrennsport.
Und auch
einige Sponsoren sind von den negativen, nicht relativierten
Berichterstattungen in Medien
beeindruckt und haben Zurückhaltung
signalisiert.
Wir wollen die Dopingvorgänge in unserer Sportart nicht
verharmlosen – andererseits
ist sicher die Feststellung zu treffen,
dass die Dopingvorkommnisse im Radsport ein
Spiegelbild unserer Gesellschaft zeigen.
Dieses darzulegen ist unseres
Erachtens eine wichtige Aufgabe
der
Öffentlichkeitsarbeit unseres Verbandes !
Spätestens
seit den Dopingvorwürfen gegen Jan Ullrich und das Team Telekom
haben
sich viele Medien
im Zusammenhang mit Dopingvorkommnissen auf den
Radrennsport
„eingeschossen“, zum Teil zu recht !
Wir vermissen jedoch in
der Berichterstattung ein gewisses
Maß an Fairness
und Differenzierung der Medien gegenüber dem Radrennsport
und würden uns
wünschen, dass der Radrennsport zwar nicht besser, aber
auch nicht schlechter als
andere Sportarten in der Berichterstattung behandelt wird.
Gerade
den Vertretern der Medien dürfte bekannt sein, dass
„leistungssteigernde“
Mittel in allen Bereichen unserer Gesellschaft
konsumiert werden!
Besonders
vermissen wir Berichte in den Medien, die präventiv das Thema Doping
behandeln – dauerhaft !
Seit
einigen Jahren schon ist Doping im
Radrennsport in der Nische des „Kavaliersdeliktes“
entdeckt
und als Sportbetrug enttarnt worden.
Völlig unverständlich für
uns ist es daher, dass noch immer Radrennfahrer
überführt werden,
solche Mittel
genommen zu haben.
Diese „Sportler“ zerstören
mit ihrem Verhalten letztlich die Basis des Radrennsports,
mit der Folge, dass das Ansehen unseres Sports in allen Bereichen
unserer
Gesellschaft in die Bedeutungslosigkeit versinkt.
Leider wird auch die große Mehrheit der „Anständigen“ davon
betroffen ……………………..
Mit
der diesjährigen Nichtaustragung des GP Buchholz möchten wir an den
BDR, die Medien und an die Radrennfahrer ein Zeichen setzen,
über die
angesprochenen Punkte(
wenn nötig, auch darüber hinaus) nachzudenken
und entsprechend zu
handeln.
Denn
nur so wird sichergestellt, dass der 21.GP Buchholz am 13.Mai 2010 nicht
der letzte sein wird.
GP
Buchholz
Blau-Weiss
Buchholz
U.
Krapf
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